Technologie

Der Mensch ist unter idealen Bedingungen in der Lage Objekte ab circa 40 µm als schwarzen Punkt wahrzunehmen. Das Gehirn verarbeitet das Eingangssignal der Netzhaut und leitet diese an die nächste Verarbeitungsstufe weiter. Um Objekte in einem Größenbereich von wenigen Mikrometern nicht nur wahrzunehmen, sondern zu erkennen, ist eine Vergrößerung notwendig.

Das Messprinzip der Visiolytics Systeme arbeitet ähnlich der visuellen Wahrnehmung des Menschen. Ein automatisiertes Mikroskop (Prozess-Einheit) übernimmt die Aufgabe des Auges, die Auswertungssoftware mit künstlicher Intelligenz verarbeitet die gewonnenen Bilddaten wie das menschliche Gehirn. Die Hauptbestandteile der Prozess-Einheit sind eine Kamera mit Vergrößerungsoptik und entsprechender Lichtquelle sowie eine Flusszelle. Die Flüssigkeitsprobe wird kontinuierlich durch die Flusszelle geleitet, während die Auswertungssoftware die Bilddaten verarbeitet.

Die Echtzeitmessung generiert zeitaufgelöste Daten wie Größe, Anzahl und Klassifizierung der Objekte. Die Veränderung einzelner Messgrößen über die Zeit ermöglicht ein tieferes Verständnis von komplexen Zusammenhängen. Um die große Datenmenge in Echtzeit zu verarbeiten, setzt die KI moderne neuronale Netzwerke ein. Diese werden auf Basis großer Datensätze für die individuellen Anwendungen trainiert.

Schema Neuronale Netzwerke